Antonia Lang

Antonia Lang bei der Uraufführung des Werkes „Die Glocke“ für Solocello, Chor und Orchester von Konstantin Uhrmeister – unter der Leitung des Komponisten – im Dezember 2015. Foto: Lotta Uhrmeister

Antonia Lang wurde 1987 in Starnberg geboren und erhielt ihren ersten prägenden Cellounterricht im Alter von 11 Jahren bei Gesine Bäumer-Lükewille. In Zusammenarbeit mit dem Trio Op. 8 und dem Trio Jean Paul bekam sie mit einem eigenen Klaviertrio schon als Jugendliche wesentliche Impulse auf dem Gebiet der Kammermusik, gewann bei Jugend musiziert einige erste Preise und war Stipendiatin des Landes Baden-Württemberg.

Nach dem Abitur studierte Antonia Lang zunächst Medizin in Lübeck und absolvierte mehrere Praktika auf der Station der Neurochirurgie des Uniklinikums Basel. Nach einigen Semestern erfolgte jedoch eine Phase der Umorientierung, in der Antonia Lang ein ausgeprägtes Nomadenleben innerhalb Deutschlands führte, welches mit Praktika in unterschiedlichsten Bereichen einherging.

So arbeitete sie beispielsweise in Berlin bei einer Friedhofsgärtnerei, fuhr in Bonn mehrere Monate mit einer Hebamme über Land, arbeitete längere Zeit in einer Bäckerei und sammelte interessante Erfahrungen in der Warenannahme einer Maschinenfabrik in der Nähe ihrer Heimatstadt Weil am Rhein.

Im Frühjahr 2009 begann sie dann ein Praktikum bei der biologisch-dynamischen Gärtnerei Berg in Binzen und fing im Juni desselben Jahres mit der Ausbildung zur Gärtnerin (Fachrichtung Gemüsebau) an. In dieser Zeit machte Antonia Lang unter anderem einen Gabelstapler-Führerschein, hatte aktiven Anteil an der Anbauplanung und übernahm für eine Zeit die Jungpflanzenanzucht des Betriebes. Außerdem hatte sie kommunikative Aufgaben zu erfüllen: In der Betreuung der französischen Kunden und in der Begleitung fremdsprachiger Praktikanten, die zum Beispiel aus Japan oder Marokko kamen.
Während all dieser Zeit spielte die Musik weiterhin die tragende Rolle in ihrem Leben, und so beendete Antonia Lang im August 2010 vorzeitig die Ausbildung in der Gärtnerei Berg, um sich konzentriert auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten zu können.

Antonia Lang studierte anschließend von 2011-2015 Violoncello bei Wolfram Geiss an der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ und ist seit dem Frühjahr 2016 Diplom-Instrumentalpädagogin mit Hauptfach Violoncello. Weitere tiefgreifende Inspirationen gewann sie unter anderem durch die musikalische Arbeit mit Janne Saksala (Solokontrabassist der Berliner Philharmoniker), den Cellisten Jan Pas, Martin Menking, Martin Löhr, Mario de Secondi und Tim Stolzenburg, sowie dem Trompeter Mark Sykes und der Geigerin Christine Hölzinger.
Während ihres Cello-Studiums arbeitete Antonia Lang längere Zeit als Sängerin im Extra-Chor des Staatstheaters Kassel und wirkte auf diese Weise mit großer Freude auch szenisch in mehreren Opernproduktionen mit.

Seit August 2013 ist Antonia Lang Cellolehrerin in Kassel und Umgebung, seit April 2015 freiberuflich als Cellistin tätig und pflegt eine vor allem durch Kammermusik geprägte Konzerttätigkeit in Deutschland. Mit Konstantin Uhrmeister und Franziska Deiss ist sie zudem seit Anfang des Jahres 2016 dabei, ROOF – Rock Orchestra Of Flames – zu gründen, welches sich intensiv mit der Verschmelzung der Rock-/Popmusik und der Klassik auseinander setzen wird. Für ROOF e.V. ist sie nicht nur als Cellistin tätig, sondern verwaltet als Schatzmeisterin des Vereines auch dessen Finanzen. Auf der Homepage von ROOF sind auch die aktuellen Termine zu finden.