Cellowochenende

…ein Cello im Mittagspäuschen…

Etwa zweimal im Jahr veranstalte ich mit interessierten Schüler/innen ein „Cellowochenende“, bei dem sich celloverliebte Menschen unterschiedlichster Altersgruppen treffen, um in erster Linie zusammen Musik zu machen. Musiziert wird mit zwei bis maximal sieben Celli. (Mehr als sieben sind nur aus Platzgründen nicht möglich…) Das Cellowochenende beginnt in der Regel Samstagvormittag mit Proben und endet Sonntagabend mit einem Abschlusskonzert und einem Umtrunk in kleinem Rahmen.

In den Proben studieren wir im Ensemble unterschiedliche Stücke ein, beschäftigen uns auch mit Improvisation und machen Rhythmus-Übungen, um das metrische Empfinden in der Gruppe zu stärken. Wir üben, im Zusammenspiel sowohl die eigene Stimme zu halten, als auch den Mitspielern zu lauschen und die Musik als Ganzes wahrzunehmen. Wir entdecken, welcher Kollege an welcher Stelle eine rhythmisch oder melodisch ähnliche Stimme spielt und genießen das Cello als geselliges und kommunikatives Instrument. In der Auswahl der Stücke bemühe ich mich darum, jedem eine Stimme zu bieten, die er leicht bewältigen kann – so bleiben in Kopf, Herz und Ohr während des Spielens viel Platz für die Wahrnehmung der anderen Cellisten.

Ein Teil der (jüngeren!) Schüler/innen kann im Wohnzimmer in einer Art „Matratzenlager“ übernachten, sodass am Sonntag schon relativ früh weiter musiziert werden kann.
Die Mahlzeiten werden gemeinsam vorbereitet und genossen. In den Pausen geht es bei gutem Wetter raus in den Park, wo Fußball, Verstecken oder Fangen gespielt werden kann oder einfach ein Spaziergang unternommen wird. Wir spielen aber auch Gesellschaftsspiele, es kann gelesen oder gemalt werden und am Abend werden auf Wunsch Geschichten vorgelesen.

Schüler/innen, die in Kassel wohnen, kommen meistens nachmittags zu den Proben dazu und sind insgesamt zwischen sechs und acht Stunden aktiv am Cellowochenende beteiligt. Dies gilt auch für teilnehmende Erwachsene.